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Aktualisiert am 31.12.2021
© 2011 virto GmbH

Opel Flextreme GT/E: Blitz-Coupé

22.02.2010

Opel GT/E Extreme
Kantig: klar umrissene Formen und scharfe Linien geben dem GT/E Profil.
Doppelpfeil

Viertürige Coupés sind die Autos der Stunde. Mercedes hat es, BMW hat es und natürlich auch Volkswagen. Opel zeigt Anfang März in Genf eine Studie, die - zukunftsorientiert - mit einem Elektroantrieb und einem "Range Extender", sprich Verbrennungsmotor, bestückt ist und mehr als 200 Km/h schnell sein soll.

Die Technik ist aus dem Chevrolet Volt sowie dem Opel Ampera bekannt, der 2011 auf den Markt kommen soll. Mit der Kombination aus kleinem Benziner, Elektromotoren und Lithium-Ionen-Batterie-Block, der sich unter dem Rücksitz im Fahrzeugboden befindet, ist es möglich, die begrenzte Reichweite eines reinen Batterie-Antriebs auszudehnen. Strecken bis 60 Kilometer legt das Fahrzeug im reinen Batteriebetrieb zurück. Insgesamt beträgt die Reichweite mehr als 500 Kilometer, und der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch soll bei rund 1,6 Litern pro 100 Kilometer liegen. Die CO2-Emissionen betragen insgesamt weniger als 40 g/km.

Der geringe Verbrauch und die hohen Fahrleistungen sind nicht zuletzt auch ein Ergebnis des sehr guten CW-Werts von 0,22. Flach und breit, mit pfeilförmigen Front- und Heckleuchten sowie mit einer optisch durchbrochenen C-Säule und einer akzentuiert gezeichneten Karosserie leistet der Flextreme GT/E der Luft wenig Widerstand. Aufgrund der niedrigen Stirnflächen, seiner geringen Höhe von nur 1308 Millimetern durchpfeilt er die Luft mit einem Minimum an Verwirbelungen.

Eine ganze Reihe weiterer Maßnahmen verbessert die Aerodynamik weiter. Der glatte, gekapselte Unterboden lässt die Luft störungsfrei unter der Karosserie strömen, schmale 21-Zoll-Leichtmetallfelgen reduzieren gleichfalls den Luftwiderstand und spezielle 195/45er Reifen verringern den Rollwiderstand. Durchsichtige, bündig montierte Abdeckungen der Felgen minimieren Luft-Turbulenzen an den Rädern. Bei Geschwindigkeiten über 50 km/h fahren aus den Entlüftungsschlitzen der hinteren Radkästen parallel zur Karosserie vertikale Spoiler aus. Die 350 Millimeter langen Leitbleche lenken die Luft strömungsgünstig um das Heck und verringern Turbulenzen. Um Gewicht zu sparen, verwenden die Opel-Ingenieure für die äußeren Karosserie-Bauteile leichte Kohlefaser-Verbundwerkstoffe, bei den Fenstern kommen Polykarbonat-Kunststoffe zum Einsatz, für strukturelle Komponenten Aluminium-Legierungen. Das Ergebnis: 40 Prozent Gewichtsersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Materialien.

Opel GT/E Extreme
Markantes Heck: Ein fast verwirrendes Auf und Ab von Formen und Flächen.
Doppelpfeil

Ein weiterentwickeltes FlexDoors-Konzept á la Meriva mit hinten angeschlagenen Hecktüren sorgt für einen bequemen Einstieg ins Fahrzeug. Statt konventioneller Türgriffe kommen Lichtsensoren zum Einsatz. Bedeckt eine Hand den Sensor, wird dadurch der Öffnungsmechanismus ausgelöst. Kameras im unteren Bereich der A-Säulen ersetzen die Außenspiegel.

Den Coupé-Look komplettiert eine steil abfallende Heckklappe mit pfeilförmigen LED-Leuchteinheiten. Die Heckklappe greift dreidimensional um den Wagenabschluss herum und ermöglicht so einen verbesserten Zugang zum Kofferraum. Die leicht nach außen gewölbte, weit ins Dach reichende Heckscheibe verbessert den Luftstrom. Die lichtdurchlässige Glasscheibe in der Mitte des Daches hat zwei Funktionen: Während sie im Winter die Sonnenstrahlen durchlässt und so den Innenraum wärmt, verdunkelt sich die Scheibe im Sommer und sorgt für ein angenehmes Klima. Durch eine Lufthutze am hinteren Ende des Daches werden Batterien und elektronische Komponenten zusätzlich gekühlt.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Opel)

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