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Hispano Suiza Xenia: Aeronaut 08.08.2011
Die spanisch-französische Marke ist bis zum Ende der Autoproduktion im Jahr 1938 eine der bedeutenden europäischen Luxusmarken. Marc Birkigt, ein Schweizer Ingenieur und Damian Mateu, ein spanischer Bankier gründen das Unternehmen 1904 in Barcelona. Birkigts erste Entwicklungen für das neue Unternehmen sind Sportwagen, die von einem Dreiliter- und 4,5-Liter-Reihenvierzylinder angetrieben werden. 1910 kommt der nach dem spanischen König benannte Typ "Alfonso XIII." auf den Markt. Dieser Wagen, auch 15T genannt, mit 3,4 Litern Hubraum und 50 PS erreicht bereits mehr als 130 Stundenkilometer. Ab 1914 baute Hispano-Suiza Flugmotoren, die technisch innovativ sind. So haben die Triebwerke eine obenliegende Nockenwelle - zu jener Zeit ein echtes technisches Novum und für die französische Regierung von so großem Interesse, dass Damien Mateu 1916 ein Zweigwerk in der Nähe von Paris errichten läßt. Die fortschrittliche Technik und die zuverlässigen Lösungen aus dem Flugmotorenbau werden in die Automobilproduktion übersetzt und machen die Hispano-Suizas zu einem Spitzenprodukt, das Ende der 1920er- und frühen 1930er-Jahre mit Isotta-Fraschini, Mercedes, Horch, Maybach und Rolls-Royce konkurriert. Diese Fahrzeuge der Luxusklasse werden in den Neunzehnhundertzwanzigern im französischen Werk Bois-Colombes bei Paris gebaut. Das erste Auto, das von den Erfahrungen des Flugzeugbaus profitiert, ist der H6. Alle Versionen dieses Typs sind mit einem Aluminium-Reihensechszylinder auf einem Leiterrahmen versehen, und da der H6 in Frankreich gebaut wird, stammen die meisten Aufbauten aus den Ateliers französischer Carrossiers. Der "Dubonnet Xenia" geht auf den Rennfahrer und Konstrukteur André Dubonnet zurück, der die Karosserie von dem gebürtigen Ukrainer Jaques Saoutchik und dem französischen Aerodynamiker Jean Andreau, der unter anderem den Peugeot 402 nach seinen Ideen einkleidet, entwickeln läßt. Das fortschrittliche Kleid hat vor allem den Zweck, Dubonnets neu entwickeltes Fahrwerk attraktiv zu verpacken. Das modifizierte Hispano-Suiza-H6C-Chassis ist mit einer Einzelradaufhängung versehen, die sich auf Schraubenfedern stützt. Das Marketing erweist sich als erfolgreich: André Dubonnet gelingt es, seine Patente an Fiat, Alfa Romeo, Delahaye und General Motors zu verkaufen. Was bleibt, ist eines der aufregendsten Fahrzeuge im "Teardrop"-Design und mit einem Innenraum, der dem eines Flugzeuges gleicht. (Text: Rainer Roßbach)
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