Prova Logo
 
Inhalt
Magazin
Neues aus der Industrie
Neue Bücher
Nissan PIVO3
Audi R8 LMS ultra
Mercedes 190 E Evo II
Ford GT90
Renault 5
Alpine A 106
BMW i3 Concept
Land Rover DC100 Sport
Cadillac Ciel
e-Opel
Citroën Tubik
smart fortwo electric drive
Lister Monzanapolis
Chevrolet Miray Concept
Hispano Suiza Xenia
Fahrberichte
Lancia Thema
Mercedes Benz B 200
Fiat Freemont
Lexus CT200h
Ford Galaxy Titanium
Kultur : Unterwegs
Art und Cars bei Mercedes
Porsche Sonderausstellung
Aktualisiert am 31.12.2021
© 2011 virto GmbH

Lister Monzanapolis: Kampf der Welten

28.08.2011

Lister Monzanapolis
Für's Oval: Der Lister "Monzanapolis" soll nur in Monza rennen.
Doppelpfeil

1956 entwickelt Monza-Chef Giuseppe Bacciagaluppi zusammen mit dem USAC-Director Duane Carter Pläne, amerikanische Monoposti für Hochgeschwindigkeitsrennen gegen europäische Konstruktionen antreten zu lassen: Aufgrund der Ähnlichkeit zu Indianapolis wird Monza als Austragungsort gewählt. Ziel ist, US-Teams für die europäische Szene zu interessieren und Formel-1-Teams zum direkten Wettbewerb einzuladen.

Brian Lister tritt in den frühen 1950er Jahren als Schöpfer von Sportwagen auf den Plan. Seine Konstruktionen - mit Bristol,- Jaguar- und Chevrolet-Technik - konkurrieren mit Jaguar und Aston-Martin auf den Rennplätzen. Für die "500 Miglia di Monza" konstruiert der Brite einen Monoposto, - der einzige, der jemals speziell für das "Rennen der zwei Welten" entwickelt wird.

Das Auto mit der polierten Aluminiumkarosserie weist für einen Einsitzer ungewöhnliche Karosserieproportionen auf. Der Fahrer sitzt versetzt auf der rechten Seite, und der Wagenkörper ist außergewöhnlich hoch. Hier erkennt man, dass der "Monzanapolis" ein zweisitziger Sportwagen mit einer Einsitzerkarosserie ist.

Lister Monzanapolis
Der Fahrer sitzt seitlich, die Achsen sind unterschiedlich groß bereift.
Doppelpfeil

Angetrieben wird der Lister von einem Jaguar-Reihensechszylinder aus dem D-Type mit Trockensumpfschmierung und drei Weber-Vergasern, an den Achsen kommen unterschiedliche Reifenformate zum Einsatz. Während vorne Dunlops montiert sind, kommen hinten größere Pneus von Firestone aus der amerikanischen Oval-Serie zum Einsatz: Eine Konfiguration, die speziell auf die Bedingungen von Monza passt.

1958 starten zehn USAC-Rennwagen in Italien, wie 1957 dominieren sie das Rennen. Harry Shell und Luigi Musso gehen für Ferrari an den Start, Stirling Moss für Maserati. Die Europäer landen nur auf den Plätzen. Für Jack Fairman auf dem von der Ecurie Ecosse gemeldeten Lister bleibt lediglich der elfte Platz im ersten Lauf. Damit ist die kurze Karriere des englischen Monoposto zu Ende. Auch das "Race of Two Worlds" wird eingestellt, da sich die europäischen Rennställe außerstande sehen, siegfähige und sichere Wagen für das Hochgeschwindigkeitsrennen auf die Räder zu stellen.

Der Lister beendet seine Laufbahn bei lokalen Veranstaltungen in Großbritannien, seit Beginn der 2000er Jahre ist er wieder auf historischen Veranstaltungen dabei.

(Text: Rainer Roßbach)
(Fotos: Rainer Roßbach)

Zurück zur Startseite

Weitere Themen:

[an error occurred while processing this directive]
Prova Gesamtarchiv
Termine
Impressum / Kontakt
 Anzeigen
Anzeige Porsche 804-Buch
Anzeige Porsche 908-Buch
Anzeige Porsche 917-Buch
Suchen nach:
In Partnerschaft mit Amazon.de