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Audi R8 LMS ultra: Mehrwert für die Piste
18.11.2011
Der R8 LMS ultra tritt 2012 die Nachfolge des GT3-Sportwagens R8 LMS an. Der neue Produktionsrenner ist eine konsequente Weiterentwicklung und soll sicher stellen, dass die Kunden auch in der nächsten Saison ein wettbewerbsfähiges und attraktives Rennfahrzeug zur Verfügung haben. So helfen etwa neue Türen aus carbonfaserverstärktem Kunststoff in Verbindung mit hoch energieabsorbierenden neuen Crashschäumen, das Gewicht des Rennwagens weiter zu reduzieren. Zudem erhöht die Maßnahme die passive Sicherheit wie auch der neu entwickelte PS1-Sicherheitssitz, der die vorgeschriebenen Mindestanforderungen bei Extrembelastungen deutlich übertrifft. Auf Seiten des Motors verbessert eine neue Abgasanlage mit Rennkatalysatoren die Motorcharakteristik. Das V10-Aggregat hat jetzt bei niedrigeren Drehzahlen mehr Drehmoment. Der 5,2-Liter basiert weiterhin direkt auf dem Serientriebwerk und leistet, durch einen Restriktor begrenzt, bis zu 570 PS. Damit sind bis zu 20.000 Rennkilometer möglich. Ein überarbeitetes Getriebe erhöht die Reserven auf langen Distanzen.
Neben einem größeren Motorölkühler und dem Getriebeölkühler ist in der Fahrzeugmitte nun auch ein Ölkühler für die Lenkhydraulik untergebracht, der zuvor im Bug saß. Seitlich gibt es nun größere Luftöffnungen für die Kühlsysteme, die den thermischen Haushalt verbessern. Gleichzeitig wurde die Luftzufuhr zum Wasserkühler in der Fahrzeugfront optimiert, genauso wie die Innenraumbelüftung. Das Fahrwerk ist auch weiterentwickelt worden. An der Vorderachse kommen nun zwölf statt elf Zoll breite Felgen zum Einsatz für die nun breiteren Vorderreifen im Format 30-65/18, die konstantere Rundenzeiten ermöglichen sollen. Eine optimierte Bremsenkühlung an der Vorderachse verbessert die Standfestigkeit der Bremsanlage. Anstatt der bisherigen Silentgummilager sind die Querlenkeranlenkpunkte am Chassis nun mit Uniball-Gelenken ausgeführt. Gewichtsreduzierte, in Zug- und Druckstufe einstellbare Gasdruckstoßdämpfer mit optimierter Kennung komplettieren das Fahrwerkspaket.
Aerodynamische Verbesserungen runden die Neuerungen ab. Die breitere Fronthaube wurde über den Vorderrädern optional mit Entlüftungsgittern versehen. Der neue Heckflügel ist verbreitert und besitzt größere Endplatten und bietet maximalen Abtrieb bei gleichzeitig minimalem Luftwiderstand. Die bessere Strömungsführung und die größere Angriffsfläche erhöhen den Abtrieb an der Hinterachse. Eine neue Frontplatte mit optimierter Diffusion sorgt für zusätzliche Downforce unter dem Vorderwagen. Ab 2012 sind alle Neufahrzeuge mit der oben genannten Evolutionsstufe ausgerüstet. Für die bestehenden Fahrzeuge bietet die quattro GmbH einen Umbau auf den Evolutionsstand 2012 an. Zudem sollen einzelne aerodynamische Verbesserungen auch für die 2011er-Fahrzeuge nachhomologiert werden, damit das 2011er-Modell weiterhin wettbewerbsfähig bleibt.
(Text: Rainer Roßbach )
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